Benigne Prostatahypertrophie (BPH)
Die BPH zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Mannes überhaupt und betrifft in der Regel Männer ab dem 45. Lebensjahr. Dabei handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die nicht immer zu Beschwerden führen muss. Anzeichen für diese gutartige Wucherung in der Vorsteherdrüse, die die Harnröhre einengt, sind Störungen bei der Entleerung der Blase wie Nachträufeln, abgeschwächter Harnstrahl oder Verzögerungen schon beim Versuch der Entleerung der Blase. Da langfristig Restharn in der Blase verbleibt, kommt es in der Folge oft zu Entzündungen in Blase und Prostata. Als Schlimmstes kann es zu einem absoluten Harnverhalt kommen, der sofortiger ärztlicher Hilfe bedarf. Daher ist es wichtig, frühzeitig Prostata-Vorsorgeuntersuchungen (ab dem 45. Lebensjahr) und bei Bedarf rechtzeitig eine Therapie durchzuführen.
Biopsie
Probeentnahme von Gewebe, z. B. aus der Prostata. Die Entnahme ist fast schmerzlos. Durch die Untersuchung des entnommenen Gewebes kann zwischen gutartigen und bösartigen Geschwülsten unterschieden werden.
Biologische Regenerationskur
Eine biologische Regenerationskur besteht aus Thymus-Extrakten, Selen und ggf. Milz-Leber-Faktoren, die über das Blutsystem verabreicht werden und läuft im allgemeinen zweimal in der Woche über 5 Wochen. Die Regenerationskur kann bei schlechter Immunlage angewendet werden: Ständig wiederkeherende Blasenentzündungen, Erschöpfungszustand, streßbedingte Abwehrschwäche und vielen anderen Beschwerden. Diese Regeneration wird zweimal im Jahr empfohlen: einmal im frühen Frühjahr und einmal im Herbst - die Zeiten, in denen die Immunabwehr am meisten gefordert wird.
Die Biologische Regenerationskur ist eine sogenannte IGe-Leistung (IGeL), d. h. sie wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt.
Blasenentzündung
Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis hin zum Ausgang, der Harnröhre. Normalerweise sind sowohl Niere, Harnleiter und Blase als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in der Blase befinden, nennt man das eine Blasenentzündung. Diese kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von einem Bakteriennachweis ohne Symptome für den Patienten bis hin zu bedrohlichen aufsteigenden Nierenentzündungen. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.
Blasenschwäche (Inkontinenz)
Inkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, der teilweise vom Gehirn gesteuert, teilweise aber auch eigenständig abläuft. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört sein.
Man spricht von einer neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung aus dem Rückenmark, die die Blasenentleerung kontrollieren.
Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel.
Von der Drang- oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt, bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Hierbei zieht sich der Blasenmuskel unwillkürlich wie beim normalen Wasserlassen zusammen.
Die Überlaufinkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis Z. B. unterhalb der Blase nicht richtig abfließen kann, sich also Restharn bildet und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überlaufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist eine Prostatavergrößerung. |