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Harninkontinenz

Inkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, der teilweise vom Gehirn gesteuert, teilweise aber auch eigenständig abläuft. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört sein.

Man spricht von einer neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung aus dem Rückenmark, die die Blasenentleerung kontrollieren.

Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel.

Von der Drang- oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt, bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Hierbei zieht sich der Blasenmuskel unwillkürlich wie beim normalen Wasserlassen zusammen.

Die Überlaufinkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis Z. B. unterhalb der Blase nicht richtig abfließen kann, sich also Restharn bildet und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überlaufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist eine Prostatavergrößerung.

 

Harnsteine

Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen, in der Niere, dem Harnleiter, der Blase und in der Harnröhre. Das Material, aus dem sie bestehen, ist unterschiedlich, doch in den meisten Harnsteinen ist Kalzium enthalten.

Rund fünf Prozent der Bevölkerung haben Harnsteine, die aber nicht immer Beschwerden verursachen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr liegt das größte Erkrankungsrisiko. Wer Harnwegsinfekte hat, hat auch häufiger Steine und umgekehrt!

Es gibt verschiedene Ursachen für die Bildung von Harnsteinen: Viele Menschen trinken zu wenig, durch die zu hohe Konzentration des Urins bilden sich Ablagerungen in Form von Steinen. Auch wenn der Harn nicht richtig abfließt, können sich zum Beispiel in der Harnblase Steine bilden. Der Säuregehalt des Urins spielt bei der Bildung von Steinen ebenfalls eine wichtige Rolle.

 

Harnwegsinfekt

Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis hin zum Ausgang, der Harnröhre. Normalerweise sind sowohl Niere, Harnleiter und Blase als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in der Blase befinden, nennt man das eine Blasenentzündung. Diese kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von einem Bakteriennachweis ohne Symptome für den Patienten bis hin zu bedrohlichen aufsteigenden Nierenentzündungen. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.

 

Hernie

Als Hernie ("Bruch") bezeichnet man das Austreten von Baucheingeweiden, meist Darm, durch eine Bauchwandlücke. Die Leistenregion ist wegen der vorgebildeten Durchtrittsstellen (Gefäße, Samenstrang) besonders anfällig für Bauchwandbrüche. Männer sind bei Leistenbrüchen wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Neben Leistenbrüchen gibt es Nabelbrüche, Narbenbrüche und weitere Stellen der Bauchwand, die von einem Bruch betroffen sein können.

 

HEXVIX                          

HEXVIX ist das einzige zugelassene Arzneimittel für die photodynamische Diagnostik. Hiermit werden Harnblasentumore viel besser sichtbar gemacht. Dadurch gelingt es, diese Tumore während einer Operation noch gewissenhafter zu entfernen als bisher schon.

HEXVIX wird vor der Operation in die Blase instilliert und kann dadurch Läsionen in der Blase nachweisen, die mit der Standard-Weißlicht-Zystoskopie allein unter Umständen nicht gesehen werden. Nach der Instillation wird HEXVIX in ein photoaktives Porphyrin umgewandelt, welches sich gesondert in rasch vermehrenden Zellen (z. B. in Tumoren) anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen dann rot. Diese Methode hat im Vergleich zur alleinigen Standard-Weißlicht-Zystoskopie die folgenden Vorteile:

  • Nachweis von 30 % mehr Patienten mit Blasenkrebs
  • Nachweis von 67 % mehr CIS-Läsionen
  • Adäquatere Behandlung jedes fünften Patienten mit nachgewiesenem Blasenkrebs

Fazit: Die Blasentumor-Operation wird noch exakter als bisher schon.

 

Histologie

Lehre von den Zellen und Geweben des Körpers, ihrem Normalzustand und ihren krankhaften Veränderungen (Histopathologie)

 

Hodenkrampfader

Die Hodenkrampfader (Varikocele testis) ist eine Erweiterung der Venen des Hodens, die sichtbar und tastbar ist, ähnlich den Krampfadern am Bein. Neben Schmerzen im Hoden und/oder Leistenbereich kann es zu einer Einschränkung der Zeugungsfähigkeit kommen durch eine Veränderung der Spermienqualität und Spermienquantität.

Über die Schädigungsmechanismen der Spermien, die durch eine Störung des Blutflusses bedingt sind, existieren verschiedene Arbeitshypothesen (Temperatur, renale und adrenale Metaboliten, Druck). Auf welchem Weg eine Varikocele schädigend auf die Spermatogenese einwirkt, ist bisher noch ungeklärt.

 

Hormontherapie

Anwendung von Hormonen als Heilmittel z. B. die Gabe von Antiandrogenen zur Hemmung des Prostatakarzinoms, aber auch die Gabe von Hormonen beim Hormonmangelsyndrom.

 

Hypophyse

Die Hypophyse ist die sogenannte Hirnanhangdrüse. Sie ist etwa haselnussgroß und - wie der Name schon sagt - Teil des Gehirns. Sie produziert Hormone, durch die der Stoffwechsel, aber auch andere Hormone wie z. B. das männliche Sexualhormon (Testosteron) oder die Schilddrüse, gesteuert werden. Durch die Hemmung bestimmter Hypophysen-Hormone kommt es zur Hemmung des Testosterons und durch die Hemmung des Testosterons zur Hemmung des hormonabhängigen Prostatakrebses.