Testosteron
Männliches Sexualhormon, das ab der Pubertät in den Hoden und zu ca. 10% auch in den Nebennieren gebildet wird. Ab ungefähr dem 30. Lebensjahr sinkt es um 1% pro Jahr ab, so daß dieser Mangel irgendwann spürbar werden kann (Erschöpfungszustand, Erektionsstörung).
Auch kann ein Prostatakrebs testosteronabhängig wächsen, doch kann sein Wachstum durch eine Unterdrückung der Testosteron-Produktion eingeschränkt werden (z. B. durch LHRH-Analoga oder Orchiektomie).
Transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS)
Die Transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS) erfolgt durch den Enddarm (lat.: trans durch, rectum Enddarm). Eine spezielle, etwa fingerdicke Ultraschallsonde wird über den After in den Enddarm eingeführt. Die gewonnenen Bilder geben einen präzisen Aufschluß über die Größe der Drüse sowie das Vorhandensein von Entzündungsherden, von Steinen oder gelegentlich von Geschwüren in der Prostata. Der besondere Nutzen der transrektalen Sonographie liegt gegenwärtig vor allem darin, bei begründetem Verdacht auf Prostatakrebs gezielt eine Gewebeprobe (Biopsie) über den Enddarm zur weiteren Untersuchung zu entnehmen. Beide Verfahren, sowohl die rektale Untersuchung als auch die TRUS, sind somit sich gegenseitig ergänzende Verfahren auf der Suche nach frühen bösartigen Veränderungen der Prostata.
Tripper (Gonorrhoe)
Die Gonorrhöe gehört zu den bekanntesten Geschlechtskrankheiten und wird durch Bakterien übertragen. Vorsicht! Gerade bei Frauen bleibt die Erkrankung oft zunächst unerkannt und ohne Beschwerden. Die Infizierte kann die Infektion aber trotzdem weitergeben! Beschwerden treten, wenn überhaupt, 2-5 Tage nach der Ansteckung auf. Bei der Frau: Vermehrter grünlich-gelber Ausfluss, u. U. Schmierblutungen oder Brennen beim Wasserlassen. Beim Mann: Brennen beim Wasserlassen, gelblich-eitriger Ausfluss aus der Harnröhre. Auch der Enddarm und der Mund-Rachenraum können befallen sein. In Deutschland gibt es derzeit jährlich schätzungsweise 50 000 bis 55 000 Neuinfektionen mit einer Gonorrhöe. Wenn der Tripper nicht sofort behandelt wird, können ernste Folgeerscheinungen auftreten, bei der Frau zu Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, der Eileiter und der Eierstöcke, die häufig zur Unfruchtbarkeit oder auch zur gefährlichen Eileiterschwangerschaft führen. Eine infizierte Schwangere kann während der Geburt die Erreger an ihr Kind weitergeben. Die so entstehende Infektion der Augen kann zur Erblindung des Neugeborenen führen. Beim Mann kann die Entzündung auf Hoden und Nebenhoden übergreifen, mit Unfruchtbarkeit als häufiger Folge. Wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird, kann die Gonorrhöe auch andere Organe oder eventuell den ganzen Körper befallen und z. B. zu Ausschlägen, Fieber und Gelenkschmerzen führen. Die Ansteckung erfolgt fast ausschließlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Kondome schützen vor einer Ansteckung. Die Gonorrhöe wird mit Antibiotika behandelt. Sie heilt in der Regel völlig aus, wenn sie bei Auftreten der ersten Symptome behandelt wird. Je früher sie erkannt wird, desto einfacher ist die Therapie. Wichtig ist die Partnerbehandlung.
Tumor
Jede Schwellung bzw. Wucherung von irgendeinem Körpergewebe wird als Tumor bezeichnet. Man unterscheidet zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren.
Tumormarker
Tumormarker sind aussagekräftige Substanzen im Blut, deren Auftreten oder erhöhte Konzentration auf das Vorhandensein eines (bösartigen) Tumors hinweist (z.B. PSA, Hodentumormarker). Gleichzeitig dienen sie als Verlaufskontrolle nach einer Tumorbehandlung.
Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P)
Die TUR-P ist eine Operationstechnik, bei der die Prostata durch die Harnröhre (transurethral) ausgeschabt und weitgehend entfernt wird. Die TUR-P gilt bislang noch als der "Golden Standard" der transurethralen Prostataoperation. Die GreenLight-Laservaporisation der Prostata wird der TUR-P aber aller Wahrscheinlichkeit nach bald diesen Rang abringen. Die TUR-P ist eine teils blutige Operation: Mit einer elektrischen Schlinge schneidet der Operateur das Prostatagewebe heraus und stillt danach die Blutungen, die aus vielen kleinen Gefäßen erfolgen. In der Hand des geübten Operateurs ist die TUR-P eine sehr gute Operation, bei der man auch Gewebe zur histologischen Untersuchung auf Krebs gewinnt (das ist bei der GreenLight-Laservaporisation nicht möglich). Nach der Operation wird ein Katheter in der entstandenen Prostataloge plaziert, um eine etwaige Nachfolgeblutung kontrollieren zu können. |