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Candidosen

Auslöser der Candidosen sind Candidapilze. Sie kommen überall vor und sind Teil unserer normalen Körperflora, also Teil der natürlichen Mischkultur aus Bakterien und Pilzen auf unserer Haut und unseren Schleimhäuten. Bei Störung des normalen Gleichgewichts (z.B. einer Hormonumstellung in der Schwangerschaft oder durch Einnahme der Pille, auch Langzeiteinnahme mancher Medikamente, die die Immunabwehr einschränken, z.B. Cortison) kann es zum Überwiegen der Pilze kommen und damit zu Krankheitserscheinungen: Jucken, Brennen, Ausfluss und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können auf eine Pilzerkrankung im Genitalbereich hinweisen. Ernsthafte Erkrankungen und Beschwerden finden sich fast nur bei Frauen. Bei Männern äußern sich Pilzinfektionen oft nur durch eine gerötete, manchmal juckende Eichel mit kleinen Pünktchen.

In schweren Fällen können sich Pilzinfektionen über den ganzen Körper ausbreiten. Dies ist vor allem bei Personen mit stark geschwächtem Immunsystem (v.a. Menschen mit HIV und Aids, Drogenabhängige, Organempfänger) ein Problem.

Candida Erkrankungen werden üblicherweise nicht sexuell übertragen. Die Pilze kommen überall vor, auch im gesunden Organismus. Bei Störung der normalen Bakterienflora kann es zum Überwiegen der Pilze kommen und damit zur Erkrankung (dann können die Pilze auch sexuell übertragen werden!)

Manche medikamentösen Behandlungen fördern eine Pilzinfektion durch eine Störung des Gleichgewichts der normalen Keimbesiedlung, z.B. in der Scheide (die Beipackzettel der Medikamente weisen darauf hin). Wenn man solche Medikamente nehmen muss, kann man versuchen die normale Scheidenflora durch entsprechende Gegenmittel zu stützen (fragen Sie Ihren Arzt!). Wenn die Pilzinfektion Beschwerden macht, muss sie mit speziell gegen Candida-Pilze wirksamen Medikamenten behandelt werden

Chemotherapie

Behandlung mit einem Chemotherapeutikum zur Hemmung bzw. Verminderung des Wachstums von Krebszellen. Manchmal ist auch die Kombination mehrerer Medikamente erforderlich.

 

Chlamydieninfektion

Die Chlamydieninfektion (gesprochen: klamüdi-en) ist in Deutschland eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten (mit ansteigender Tendenz).

Oft macht die Erkrankung nur geringe oder keine Beschwerden. Wenn Beschwerden überhaupt auftreten (ca. 1 bis 6 Wochen nach der Ansteckung), dann meist Brennen beim Wasserlassen und/oder Ausfluss (bei Männern und Frauen), bei Frauen aber u.U. auch leichte Reizzustände im Unterleib oder Blutungsstörungen.

Allein die Zahl der beschwerdenfreien, mit Chlamydien infizierten Frauen beträgt in Deutschland ca. 350.000. Die Zahl der ebenfalls sehr oft symptomlos oder symptomarm infizierten Männer ist unbekannt. Da diese Frauen und Männer keine auffälligen Symptome haben, wird die Infektion meist nicht erkannt und behandelt, kann aber von den Trägerinnen und Trägern trotzdem weitergegeben werden! Nur ein kleiner Teil der Infektionen wird aufgrund auftretender Symptome erkannt und behandelt. Zur Zahl der jährlichen Neuinfektionen sind derzeit keine verlässlichen Schätzungen verfügbar, es dürfte sich aber um die häufigste bakteriell bedingte sexuell übertragbare Erkrankung in Deutschland handeln.

Bei Frauen: Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane, zum Beispiel der Eileiter, die zu Eileiterschwangerschaften oder sogar Unfruchtbarkeit führen können. Das Neugeborene einer infizierten Frau kann bei der Geburt infiziert werden und ernste Lungen- und Augenerkrankungen (Folge: z.B. Blindheit) entwickeln. Bei Männern: Überwiegend Entzündungen der Blase und der ableitenden Harnwege. Fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr. Kondome schützen vor einer Ansteckung. Die Chlamydieninfektion wird mit Antibiotika behandelt. Bis zum O.K. durch den Arzt ist ungeschützter Verkehr tabu! Wichtig ist die Partnerbehandlung!

 

Circumcision

(lateinisch circumcisio) Umschneidung des Penis. Wenn die Vorhaut verengt ist, muß sie aus gesundheitlichen Gründen entfernt werden, da eine Reinigung des Penis darunter nicht mehr möglich ist und sich Smegma ansammeln kann. Smegma aber eine potentiell krebserregende Substanz. Die Vorhautentfernung geschieht durch eine Circumcision und stellt eine komplette Entfernung der Vorhaut dar. Bei den Juden, bei denen die Vorhautentfernung zur Religion gehört, findet sich nahezu kein Fall von Peniskrebs.

 

Cystitis, interstitielle

Die Interstitielle Zystitis (IC) ist eine chronische Entzündung der Blasenwand, die mit Schmerz und Harndrang verbunden ist.