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Samenerguss, vorzeitiger (Ejaculatio Praecox)

Als vorzeitigen Samenerguss bezeichnet man die sexuelle Störung, bei der der Mann seinen Samenerguss oder Orgasmus zu früh bekommt. Im Extremfall ist es ihm dabei schon unmöglich, überhaupt in die Scheide einzudringen oder es reicht allein schon der Gedanke an eine sexuelle erregende Situation, um einen Orgasmus zu bekommen. Dies ist jedoch selten. Meist tritt der Samenerguss während oder rasch nach dem Einführen des Penis in die Scheide auf.

 

Smegma

Smegma ist eine seifenartige, teils krümlige Substanz unter der Vorhaut des Mannes oder zwischen den inneren und äußeren Schamlippen der Frau und besteht aus abgestorbenen Hornzellen, Absonderungen von dort sitzenden Talgdrüsen, gemischt mit Schweiß, Sperma und Urin. Smegma produziert einen üblen Geruch unter der Vorhaut. Es entsteht durch mangelnde Hygiene.

Smegma besitzt ein ordentliches Risiko, Peniskrebs zu produzieren. Durch die Einwirkung von Smegma auf die Haut der glans penis wird der Grundstein zum Peniskrebs gelegt, der noch viele Jahre später ausbrechen kann. Daher ist tägliche Reinigung des äußeren Genitale bei Frauen und Männern von bedeutender Wichtigkeit. Wenn Smegma entsteht, weil eine Vorhautverengung (Phimose) vorliegt, muß die Phimose operativ beseitigt werden (Circumcision).

 

Sonographie

Ultraschalluntersuchung. Mit der Ultraschalluntersuchung der Prostata lässt sich die Größe der Vorsteherdrüse ausmessen sowie Unregelmäßigkeiten erkennen. Ggf. können mit einer Sonde vom After her Dichte-Unterschiede im Gewebe festgestellt werden, die auf verschiedene Erkrankungen hinweisen.

 

Spasmolytika

Arzneimittel, die die Verkrampfung glatter Muskulatur lösen

 

Spitzenkondylome (Condylomata accuminata)

So werden Feigwarzen genannt, die durch durch Papillomaviren verursacht werden. Sie machen sich bemerkbar als Warzen (in fortgeschrittenen Fällen auch in Form blumenkohlähnlicher Gebilde) am Glied, an oder in der Scheide, am Anus oder im Darmausgang.

Es gibt viele verschiedene Arten solcher Papillomaviren, von denen nicht alle sexuell übertragbar werden oder Warzen verursachen. Einige Arten infizieren die Schleimhäute im Genitalbereich und können, ohne sich zuvor durch eine Warzenbildung bemerkbar gemacht zu haben, nach länger dauernder Infektion Krebs auslösen. Der Gebärmutterhalskrebs bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome, sind Folge solcher Infektionen.

Etwa jede 5. Frau im sexuell aktiven Alter ist mit genitalen Papillomaviren infiziert, etwa jede 15. mit Papillomavirustypen, die Krebs verursachen können. Die Zahl der männlichen Virusträger ist nicht bekannt.

Besondere Probleme stellen die Warzen bei unkontrolliertem Wachstum dar; zum Beispiel, wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist. Große Warzen im Geburtskanal können den Geburtsverlauf beeinträchtigen. Im Enddarm können sie Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Einige Virustypen können nach länger dauernder Infektion Gebärmutterhals-Krebs bei Frauen verursachen.

Die Infektion erfolgt hauptsächlich durch ungeschützten Sexualverkehr. Kondome schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Außer örtlicher chemischer Behandlung kommt die operative Entfernung mit Skalpell oder LASER in Frage. Die Laserbehandlung ist schonender, stellt allerdinges eine IGe-Leistung dar.

 

Sterilisierung des Mannes

Die Vasoresektion gilt als die derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode zur Fertilitätskontrolle beim Mann. Alle bisherigen Versuche, mittels Hormonen oder anderen spermiogenesehemmenden Medikamenten eine wirksame Kontrolle der männlichen Fertilität zu erlangen (Steroidhormone, LHRH-Analoga, LHRH-Vakzine), sind sowohl aufgrund der beobachteten Nebenwirkungen, ungewisser Sicherheit als auch wegen noch nicht abgeschlossener Forschungen zumindest in den westlichen Industrieländern, wo man von einer Kontrazeption möglichst 100%ige Sicherheit erwartet, inakzeptabel.

Bisher sind etwa 60 Millionen Männer weltweit vasektomiert worden. Grundsätzlich hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass in den ersten Jahren einer Paarbeziehung die Frau die Kontrazeption durchführt und nach Abschluss der Familienplanung der Mann mittels der Vasektomie die Fertilitätskontrolle übernimmt. In den USA machen Vasektomie und Tubenligatur über 40% der zur Geburtenkontrolle angewandten Methoden aus.

 

Strahlentherapie

Die Strahlenbehandlung kann ebenfalls ein wirksames Verfahren sein, um das Wachstum des Blasen- oder Prostatakrebses zu bremsen. Computergesteuert wird das zu behandelnde Organ exakt eingemessen und ebenso exakt bestrahlt. Reizungen des Enddarms mit häufigerem Stuhlgang, Durchfällen und Schmerzen sind meist nur vorübergehend.

 

Stressinkontinenz

Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel.

 

Symptom

Ein Symptom ist ein klinisches Zeichen, das auf eine Erkrankung hinweist oder auch die Folge einer Erkrankung darstellt.

 

Syndrom

Ein Syndrom ist das gleichzeitige Vorliegen verschiedener klinischer Erscheiungsbilder (Sympotme)

 

Syphilis (Lues)

Die Syphilis ist eine ernste Erkrankung. Unbehandelt führt sie oft zu chronischen Leiden und Tod. Sie verläuft in drei Stadien.

Stadium I: An der Eintrittstelle der Erreger entwickelt sich ca. 3 Wochen nach der Ansteckung ein Knoten oder ein schmerzloses Geschwür, welches von selbst wieder verschwindet. Das bedeutet aber keine Heilung!

Im Stadium II (ca. 8 Wochen bis 2 Jahre nach der Ansteckung) treten Fieber, Lymphknotenschwellung und Hautausschläge auf.

Im Stadium III (mehrere Jahre nach der Ansteckung) wird das Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem und andere Organe befallen, was zu schwerster Krankheit und zum Tod führen kann.

In Deutschland liegt die Zahl der Neuinfektionen mit Syphilis derzeit bei ca. 5000 bis 10 000 pro Jahr. Die offenen Geschwüre bilden oft die Eintrittspforte für weitere Infektionen mit Viren (z. B. HIV) und Bakterien. In der Schwangerschaft kann die Syphilis zu schweren Schädigungen des Kindes führen.

Die Ansteckung erfolgt meistens durch Geschlechtsverkehr ohne Kondom. Die Syphilis gilt als sehr ansteckend, d.h. sie ist schon durch sehr engen, direkten Körperkontakt (Petting) übertragbar, da die Syphilis auch ansteckende Herde außerhalb der Geschlechtsteile entwickeln kann. Kondome beim Geschlechtsverkehr schützen allerdings nur bedingt. Die Übertragung durch feuchte Hände, Handtücher usw. ist ebenfalls möglich, dagegen kann man sich aber durch entsprechende Hygienemaßnahmen schützen.

Eine Behandlung mit Antibiotika in den frühen Stadien führt zu völliger Heilung. Die Behandlung in späteren Stadien kann zwar eventuell die Erkrankung zum Stillstand bringen, aber schon vorhandene Organschäden nicht mehr rückgängig machen. Während der Therapie ist der Geschlechtsverkehr zu vermeiden. Ungefähr zwei Jahre nach der Behandlung sollte eine weitere Nachuntersuchung erfolgen. Wichtig ist die Partnerbehandlung!

 

Szintigramm/Szintigraphie

Um festzustellen, ob sich Metastasen in Knochen angesiedelt haben, wird eine Knochenszintigraphie durchgeführt. Dazu wird eine markierte Kontrollsubstanz in die Armvene gespritzt und der Körper dann mit einem speziellen Gerät photographiert. Die im entstehenden Bild sichtbaren Ablagerungen der markierten Substanz geben Auskunft darüber, wo sich Knochenmetastasen gebildet haben.